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Abrechnung des All-on-4® Behandlungskonzeptes

  • 4. Februar 2026
  • Lesezeit: 3min
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Das All-on-4® Behandlungskonzept ermöglicht Patienten mit zahnlosen Kiefern eine festsitzende Versorgung an nur einem Tag, ohne langwierige Einheilphase mit herausnehmbaren Zahnersatz.




Vier strategisch gesetzte Implantate tragen ein sofort belastbares Langzeitprovisorium, wodurch Patienten die Praxis mit festen Zähnen verlassen. Nach der Einheilphase erfolgt dann die Versorgung mit einem definitiven verschraubtem Zahnersatz.

In diesem Beitrag wird der übliche Ablauf einer Oberkiefer Versorgung als Beispiel verwendet.

Behandlungsablauf – kurz & verständlich

  1. Diagnostik & Planung

    • Digitale Volumentomografie (DVT)
    • Erstellung einer chirurgischen Bohrschablone (guided surgery)
    • Virtuelle Implantatplanung
  2. Chirurgischer Eingriff
    Implantation von 4 Implantaten im zahnlosen Ober- oder Unterkiefer:

    • Positionen (am Beispiel Oberkiefer): 15 & 25 anguliert, 12 & 22 axial
    • Abdruck / Intraoralscan
    • Sofortversorgung mit einem verschraubten Langzeitprovisorium
  3. Definitive prothetische Versorgung
    Je nach Konzept:
    • Verschraubte festsitzende Brücke (z. B. Zirkon / Metallkeramik)
    • Oder: Gaumenfreie verschraubte Prothese mit Konfektionszähnen

Abrechnungstabellen – nach Behandlungsschritt gegliedert

1. Diagnostik & Planung

(0)LeistungGOÄ/GOZAnzahlBeschreibung
DVTÄ53701Digitale Volumentomographie
-Ä453771-
Auswertung und Planung90001Implantatbezogene Analyse und Planung
Schablone guided900513D-Planung der Implantatposition
Virtuelle Implantationanalog1§ 6 Abs. 1 GOZ


2. Chirurgie – Implantation & Sofortversorgung

(0)LeistungGOZAnzahlBeschreibung
Anästhesie0090 und/oder 0100je nach tatsächlicher AnzahlLokalanästhesie
Implantation je Implantat90104Insertion der Implantate
ggf. Knochenentnahme/-transplantation (falls nötig)9100 oder9090optionalAufbau des Alveolarforsatzes durch Augmentation oder Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und -implantation
OP-Zuschlag05301Zuschlag zur 9010
Abdruck/Scan für LZP OK, UK00654Digitale Abformung/Scan je Kieferhälfte
2. Sitzung am nächsten Tag


Wundkontrolle und Nachbehandlung3290
3300
2
3

Eingliederung Langzeitprovisorium – Kronen 12–15, 22–2570804Verschraubtes Provisorium (Pfeiler)
Langzeitprovisorium – Zwischenglieder 16, 13, 14, 11, 21, 23, 24, 2670908Brückenspanne


Zusätzlich abrechenbare Materialkosten:

  • Anästhetikum
  • Implantate
  • Temporäre Abutments
  • Nahtmaterial

3. Definitive Versorgung – Variante A: festsitzende verschraubte Brücke

(0)LeistungGOZAnzahlBeschreibung
Implantatgetragene Suprakonstruktur Pfeiler(15, 12, 22, 25)50004Implantatkrone, verschraubt
Brückenglieder, verschraubte Brücke 16, 13, 14, 11, 21, 23, 24, 2650705Brückenzwischenglieder
Verbindungselemente50804Verschraubung
Situ-Modelle00601Modelle
Scan OK UK00654Digitaler Scan
Individueller Löffel (falls nötig)51801Funktionslöffel
Abnahme und Wiederbefestigung von Sekundärteilen9050max. 3 x je ImplantatBegleitleistungen


4. Definitive Versorgung – Variante B: verschraubte gaumenfreie Prothese (mit Konfektionszähnen)

(0)LeistungGOZAnzahlBeschreibung
Individueller Löffel (falls nötig)51801Funktionslöffel
Pfeiler: 15, 12, 22, 25 Multi Unit Abutments50304Abutments
Verbindungselemente50808Prothetikkappe und Verschraubung
Modellgussprothese rein implantatgetragen§ 6 Abs. 11analog
Prothesenspannen 16, 13,14, 11, 21, 23, 24, 2650705je Spanne
Modellherstellung00601Situ-Modelle
Abnahme und Wiederbefestigung von Sekundärteilen9050max. 3 x je ImplantatBegleileistung
Scan Ober- und Unterkiefer00654digitaler Scan je Kieferhälfte


Hinweise zur Abrechnung

  • Für den Heil- und Kostenplan kann jeweils die GOZ-Nr. 0030 berechnet werden.
  • Brückenspanne (Zwischenglieder) werden nach Anzahl der Spannen berechnet, also fünf.
  • Allerdings können die Brückenglieder bei LZP nach der tatsächlichen Anzahl berechnet werden, also acht.
  • Ggf. werden funktionsanalytische Leistungen nach GOZ 8000 ff. notwendig, diese können zusätzlich berechnet werden.
  • Material- & Laborkosten werden zusätzlich berechnet.
  • Das Verschließen der Schraubenkanäle ist mit der GOZ-Nummer 5000 abgegolten, aber:
    • Wird der Schraubenkanal adhäsiv verschlossen, kann zusätzlich die GOZ-Nr. 2197 berechnet werden.




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